Vectra Netzlaufwerk

Um Imagedateien, oder Dateien im generellen von der Vectra zu einem anderen Computer zu übertragen, bzw. gröpßere Softwareprogramme unter Nutzung eines entfernten CD Laufwerks oder ähnliches zu installieren, kann die Vectra mit Windows for Workgroups 3.11 an einen entfernten Linux Server angeschlossen werden.
 
 

Samba Konfig (Debian Buster 4.9.5)

Samba ist ein Dienst auf einem Linux Computer, welcher Verzeichnisse anderen Computern im Netzwerk anbieten kann. Dies entspricht den Netzlaufwerken bei Ihnen auf Arbeit.
Das Samba Team (es ist ein open Source Project und fester Bestandteil von Linux Distributionen) achtet ebenso wie Windows auf Netzwerksicherheit. Die Version 4.x hat ältere technische Kommunikationsprotokolle deaktiviert. 
Windows 3.11 For Workgroups ist ein paar Tage älter (1989) so dass ein Computer mit Windows 3.11 sich prinzipiell nicht an entfernte Server mit "veraltete" Austausch-Protokollen unterhalten kann.
Die notwendigen Protokolle jedoch, können auf dem Server (der Computer der etwas bereitstellt... hier ein Ordner von seiner Festplatte) wieder aktiviert werden. Verständlich, dass dies die Netzwerksicherheit massiv beeinträchtigt. Aber bei uns .... retro-freunde .... ist das nicht so kritisch.
Daher hier die notwendige Konfig auf dem Samba Server.

smb.conf

[global]
       map to guest = Bad User
       log file = /var/log/samba/smb.log
       log level = 2
       ntlm auth = ntlmv1-permitted
       workgroup = pi2
       lm announce = no
       lanman auth = yes
       ntlm auth = yes
       client lanman auth = yes
 
 
Und hier der Logon Vorgang in den Protokoll-Dateien des Linux Servers. Es zeigt hier klar, dass 
a) gross und kleinschreibung ein Problem ist. Daher musste ein weitere samba user mit "smbpasswd -a DK2" angelegt werden, zusätzlich zum Benutzer dk2. (Der heisst hier eben so....)

smb.log

 
  check_ntlm_password:  authentication for user [DK2] -> [DK2] -> [dk2] succeeded
[2020/11/20 19:47:48.302068,  1] ../source3/param/loadparm.c:2492(lp_idmap_range)
 idmap range not specified for domain '*'
[2020/11/20 19:47:48.305484,  2] ../source3/smbd/service.c:849(make_connection_snum)
 ohb (ipv4:192.168.24.249:1032) connect to service dk2 initially as user dk2 (uid=1000, gid=1000) (pid 6232)

noch etwas:

Anscheinend gibt es einen Bug in samba. Bei älteren Protokollen, werden die Benutzer in passwd, bzw. tdbsam nicht richtig abgefragt. Ein Trick ist es, in der "leeren" smbpasswd erst einen dummi Benutzer anzulegen. Erst dann die regulären benutzer. Also:
smbpasswd -a dummi
smbpaswd -a regulaerer-User1
smbpass -a REGULAERER-USER1
Der zweite ist grossBuchstaben geschrieben. In den Log Dateien des Servers sieht man, dass die Vectra, bzw. das Netzwerksystem von windows 3.11 Benutzernamen alle GROSS übermittelt. Linux ist case-sensitive, und unterscheidet daher gross- mit kleinSchreibung.